„Wir haben das Smartphone-Erlebnis für Anwender völlig neu definiert“

Das Moto Mods genannte Zubehör lässt sich magnetisch am Moto Z oder Moto Z Play befestigen und erweitert einzelne Fähigkeiten des Geräts. So gibt es zum Beispiel ein Modul, das zusammen mit dem Smartphone einen Projektor bildet, ein anderes besteht aus zusätzlichen Boxen zur Musikwidergabe. Lenovo will dieses Konzept im 2017 weiter mit der Entwicklungsindustrie vorantreiben.

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Lars-Christian Weisswange General Manager Mobile Business Group DACH I Lenovo Deutschland Jury-Mitglied Der Ex-Huawei-Manager Weisswange ist für das Wachstum und die Expansion des gesamten Mobile-Portfolios sowie für die Geschäftsentwicklung und strategische Partnerschaften auf dem Markt verantwortlich.

Nach der Übernahme von Motorola lässt Lenovo es im Smartphone-Bereich krachen. Im Dezember wurden zwei weitere neue Mods für seine modularen Smartphones vorgestellt: eine zweite Erweiterung für den Akku sowie eine Fahrzeughalterung. Doch das scheint erst der Anfang zu sein: Mindestens zwölf weitere Mods will Lenovo 2017 präsentieren, drei pro Quartal. Dazu sollen eigene Entwicklungen zählen, aber auch Third-Party-Mods. Mit einer Indiegogo-Kampagne macht das Unternehmen Entwickler auf das modulare Konzept des Moto Z aufmerksam.

Herr Weisswange, mit dem Moto Z und dessen Moto Mods haben Sie seit einiger Zeit ein modulares Smartphone auf dem Markt. Was hat Lenovo und Motorola zu diesem Schritt veranlasst?

L. Weisswange: In einer Zeit, in der unsere Konkurrenz regelmäßig nur marginale Veränderungen in ihren Produktupdates präsentiert, war unser Ziel mit einer ersten echten Veränderung seit Jahren dem Markt
neue Impulse zu geben. Mit unserem modularen System und den Moto Mods ist es uns gelungen, das Smartphone-Erlebnis für Anwender völlig neu zu de nieren. Wir tragen die Möglichkeiten von Smartphones
damit in völlig neue Sphären und stehen dabei gerade erst am Anfang.

Teilen die Verbraucher Ihre Begeisterung?

L. Weisswange: Nicht nur die Verbraucher teilen unsere Begeisterung. Zahlreiche Fach- und Publikumsmedien bescheinigen uns das innovativste und gleichzeitig sinnvollste modulare System entwickelt zu haben.

Ziel von Lenovo ist es ja, 2017 eine größere Zahl neuer Mods auf den Markt zu bringen. Wie gehen Sie dabei vor?

L. Weisswange: Einerseits werden wir eigene Entwicklungen vorstellen und auf den Markt bringen. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit anderen Unternehmen zusammen und unterstützen bei der Entwicklung eigener Mods. Als weiteren wichtigenImpuls ist der von uns international  ausgelobte Preis von insgesamt 1 Million US-Dollar zu nennen, den wir im Rahmen eines Aufrufes an Entwickler zusammen mit Indiegogo gestartet haben.

Gibt es ein spezielles Modul, das Sie sich persönlich wünschen?

L. Weisswange: Da gibt es sicher eine ganze Reihe an Ideen. Persönlich kann ich mir im Consumerumfeld neue Anwendungen und Mods sehr gut in den Bereichen Augmented und Virtual Reality vorstellen, eventuell auch kombiniert mit Fitnesslösungen. Zudem glaube ich, dass noch viel Raum für Erweiterungen spezieller Kameras ist. Und nicht nur im B2B-Markt sehe ich mögliche Anwendungen, beispielsweise
im Bereich von ID- und Zugangslösungen.

Wie wird die Zukunft der Moto Mods aussehen? Sind weitere Smartphones geplant, die mit den Modulen funktionieren?

L. Weisswange: Wir haben von Beginn an gesagt, dass wir eine Kompatibilitätsgarantie über mindestens drei Gerätegenerationen geben und das hat auch noch immer Bestand. Das modulare System und die Mods bleiben ein ganz zentraler und wichtiger Bestandteil unserer Smartphone-Strategie. Und wir werden durch neue Mods mit Moto Smartphones künftig Dinge tun können, die wir uns heute noch nicht ansatzweise erträumen.

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